Bildquelle & Copyright: Microsoft

Microsoft kauft LinkedIn

Wie Microsoft gestern in einer Meldung bekannt gab, kauft es das Karrierenetzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden US-Dollar. Es ist nach Yammer die zweite Übernahme eines sozialen Netzwerks und die größte Übernahme seit Satya Nadella im Jahr 2014 die Leitung des Softwareriesen aus Redmond übernommen hat. Microsoft sieht die Zukunft definitiv in der Cloud.

LinkedIn verfügt weltweit über mehr als 433 Millionen User, von denen pro Monat etwa 105 Millionen auf dem sozialen Netzwerk aktiv sind. Da es sich dabei primär um Berufstätige handelt, die das soziale Netzwerk zum Kontakt mit Kollegen und Geschäftspartnern nutzen, erwartet sich Microsoft ganz klar Synergien mit seinen Office 365 und Dynamics-Produkten. Sowohl Microsofts Cloud Services als auch LinkedIn sind um den Gedanken der weltweiten, digitalen Zusammenarbeit aufgebaut. Während LinkedIn die Möglichkeit bietet, sich mit Kollegen zu vernetzen, zu kommunizieren und auszutauschen, bietet Office 365 die Möglichkeit, gemeinsam über das Internet an Projekten und Dokumenten zu arbeiten.

Die sozialen Aspekte des LinkedIn-Netzwerks mit den Kollaborationstools des Office 365-Pakets und Dynamics zu verknüpfen, ist eine äußerst spannende Aussicht. Die Tools von Microsoft könnten damit noch sozialer werden, das Netzwerk von LinkedIn nicht nur für die Kontaktanbahnung und Pflege interessant sein, sondern auch für die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Die Grenze zwischen sozialem Netzwerk und Kollaborations- und Produktivitätstools würde deutlich aufgeweicht werden.

Microsoft hat seit der Übernahme des sozialen Netzwerks Yammer aber auch verstanden, dass Unternehmen und speziell deren Mitarbeiter keine „internen“ sozialen Netzwerke wollen. Wieso sollte man in seinem Netzwerk auf Arbeitskollegen aus dem eigenen Unternehmen beschränkt bleiben, wenn einem Millionen von Kontakten in cloudbasierten Netzwerken zur Verfügung stehen. Mitarbeiter haben daher interne Netzwerke wie Yammer auch nie als echte Alternative zu LinkedIn oder Xing wahrgenommen.

Es ist daher nur verständlich, dass Microsoft tief in die Schatzkiste greift, um den Kaufpreis aufbringen zu können. Zwar wurde im Zuge der Übernahme vereinbart, dass LinkedIn als selbständige Einheit und Marke im Microsoft-Konzern erhalten bleiben soll, doch wir dürfen gespannt sein, wie Satya Nadella und LinkedIn-CEO Jeff Weiner die beiden Plattformen näher zusammenführen wollen.

Bildquelle & Copyright: Microsoft

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *