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Der Kampf um Augmented & Virtual Reality beginnt

Auf der Computex, der größten IT-Messe Asiens, die jedes Jahr in Taiwans Hauptstadt Taipeh stattfinden, hat Microsoft ein weiteres Mal ihr Augmented Reality-Projekt Hololens vorgestellt und klargemacht, dass Windows 10 die perfekte Plattform für Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) ist. Läuft das Unternehmen aus Redmond damit zu alter Form auf?

Der Konkurrenzkampf um die besten Positionen im Markt für AR und VR begann bereits vor vier Jahren, als Google ihr Projekt Google Glass ankündigte und die ersten Entwicklerversionen vorstellte. 2014 übernahm Facebook für 400 Millionen Dollar Oculus VR, um sich damit die am weitesten fortgeschrittene VR-Brille zu sichern. Es folgten seither die Ankündigungen ähnlicher VR-Brillen durch Samsung, HTC und Sony sowie der AR-Brille Hololens durch Microsoft.

Die Fronten im Kampf um die Kunden scheinen damit abgesteckt zu sein. Sowohl große Softwarekonzerne wie Microsoft und Facebook als auch Hardware-Hersteller wie Samsung, HTC und Sony sehen großes Potential in den Bereichen AR und VR. Zwar stehen alle Produkte noch am Anfang der Entwicklung und sind entweder gar nicht oder nur als Developer-Versionen erhältlich, doch dies soll sich noch im laufenden Jahr mit dem Erscheinen der ersten Seriengeräte ändern.

Besonders interessant ist die Rolle Microsofts in den aktuellen Entwicklungen. Sowohl den Online-Trend als auch die Entwicklung bei den Smartphones hatte der Konzern aus Redmond kolossal verschlafen. Vielen Analysten hatten Microsoft daher bereits abgeschrieben. Doch unter der Führung Satya Nadellas konnte Microsoft verloren geglaubten Boden auf seine Mitbewerber wettmachen und sich besonders mit dem Hololens-Projekt wieder als innovatives Unternehmen positionieren.

Zwar sind viele Anwendungsszenarien für AR- und VR-Systeme noch unklar und auch das Marktpotential ist noch völlig offen. Doch Microsoft gehört definitiv zu den Pionieren im Kampf um die AR- und VR-Kunden. Andere große IT-Unternehmen, allen voran Apple, Dell oder HP, scheinen den Trend dagegen völlig verschlafen zu haben. Es wird spannend sein zu beobachten, ob diese Unternehmen das Schicksal von Microsoft beim Online- und Smartphone-Geschäft ereilt.

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